Interreligiöse Bibliolog-Werkstatt: Jona in Ninive

Die nächste interreligiöse Bibliolog-Werkstatt findet am

Dienstag 3. Mai 2011 um 19.30 h
im Sprengelhaus, Sprengelstrasse 15
(1. Hinterhof links / Seminarraum links))
13353 Berlin-Wedding statt.

In der Reihe „Geschichten vom Weggehen und Ankommen“ wird es beim nächsten Treffen um das dritte Kapitel im Buch Jona gehen: Jona in Ninive. Ninive war der Inbegriff von Schlechtigkeit und Unmoral. Dort ist Jona nun gegen seinen Willen gelandet und hat den Auftrag, die Bewohner zur Umkehr zu rufen. Wie werden sie auf seine Aufforderung reagieren, ihr Leben zu ändern?


Jona vor Ninive – Leive-Bibel

Auch wer bei den letzten Treffen nicht dabei war, ist herzlich willkommen. Jeder Abend ist in sich abgeschlossen – und auch wer „nur“ zuhören und nichts sagen will, kann gerne dabei sein.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Um einen Unkostenbeitrag nach Selbsteinschätzung für die Raumnutzung wird gebeten.

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Tischabendmahl mit Bibliolog: Ein Beispiel habe ich Euch gegeben …

Am Gründonnerstag den 21. April 2011 findet in der Dorfkirche Lankwitz um 18.00 h ein Tischabendmahl mit Bibliolog statt. Im Gemeindebrief Kirchenfenster heißt es:

In diesem Gottesdienst werden Sie eingeladen, sich in das Geschehen einer biblischen Geschichte hineinnehmen zu lassen. Der Bibliolog ist eine Methode der Bibelauslegung, die jedem Gottesdienstbesucher die Möglichkeit gibt auszusprechen, was ihn persönlich an der Geschichte bewegt.

Wir erleben an diesem Abend, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wäscht, als er das letzte Mal mit ihnen zu Tisch sitzt. Wir feiern Abendmahl an einem festlich gedeckten Tisch.

Die Dorfkirche Lankwitz befindet sich im Kirchenkreis Berlin-Steglitz, Bus 187 (Haltestelle „Langkofelweg“)

Nachtrag:
Auch am Gründonnerstag 28. März 2013 um 18.00
findet in der Dorfkirche Lankwitz ein Tischabendmahl mit Bibliolog statt:
Die Salbung von Bethanien (Mk 14,1-9)

Ergänzung:
Seit dieser Hinweis im Netz steht, kommen jede Woche mehrere Leser auf diesen Beitrag, die über eine Suchmaschine ein „Beispiel“ für einen Bibliolog suchen. Ich empfehle dazu meinen Blog-Eintrag Warum es im Internet keine Vorlagen oder Entwürfe für Bibliologe gibt bzw. warum diese nicht tauglich zur Verwendung in der alltäglichen Arbeit in Gemeinde oder Schule sind. Für ein Arbeiten in der Bibliolog-Regionalgruppe oder im Vertiefungskurs nehme ich sie gelegentlich jedoch ausgesprochen gerne, um deutlich zu machen, wie Bibliolog NICHT geht.

Frage 3: Was ist der Unterschied zwischen einem Aufbaukurs und einem Vertiefungskurs?

Ein Bibliolog-Aufbaukurs richtet sich an Menschen, die einen Bibliolog-Grundkurs absolviert haben, dann mit diesem Zugang gearbeitet haben und sicher in den im Grundkurs erlernten Fertigkeiten (echoing, interviewing) sind und ihr Spektrum bibliologischer Arbeitsformen erweitern möchten.

Als erstes bietet sich der Aufbaukurs „Bibliolog mit nicht-narrativen Texten“ an, denn dort erlernt man zusätzliche Fertigkeiten, die das Arbeiten mit Psalmen, Brieftexten, Weisheitsliteratur, Reden, prophetischen Texten und Gesetzestexten (Levitikus) ermöglichen. Es gibt ein zweitägiges Modul und ein viertägiges Modul. Das zweitägige Modul vermittelt den Umgang mit Psalmen, Brieftexten und Reden (Bergpredigt, Schir haSchirim / Hohes Lied etc.). Beim viertägigen Modul werden auch prophetische Texte, Weisheitsliteratur, und Levitikus in den Blick genommen.

Beim Aufbaukurs „Bibliolog mit Objekten“ werden meist Stühle, Tücher oder andere Alltagsgegenstände als Platzhalter verwendet um Genealogien, Beziehungen oder Familienkonstellationen sichtbar zu machen. Entweder stellt der Bibliologe die Stühle oder die Teilnehmenden werden angeleitet, ihre Bilder von einer Situation zu stellen – wie hier:.

Bibliolog mit Objekten Abraham Sarah Hagar Jischmael

Bibliolog mit Objekten

„Bibliolog mit Objekten“ ist die Voraussetzung um mit „Encounter“ oder „Sculpting“ arbeiten zu können. Bei diesen drei Formen geht es darum, daß Körper und Raum mit ins Spiel kommen. Beim „Encounter“ werden Begegnungen inszeniert: Zwei oder mehrere biblische Gestalten treten in einen Dialog. Beim „Sculpting“ wird eine biblische Szene aufgestellt, wobei die Teilnehmenden das Material sind.

Im Gegensatz dazu werden beim Vertiefungskurs keine neuen bibliologischen Fertigkeiten vermittelt. Ein Vertiefungskurs richtet sich hauptsächlich – wenn auch nicht nur – an Menschen, die nach einem Grundkurs – aus welchen Gründen auch immer – nicht oder nur wenig ins bibliologische Arbeiten hineingefunden haben. Interviewing, Hinführung oder andere Aspekte, die den Teilnehmenden wichtig sind, können aufgegriffen und bearbeitet werden. Sehr reizvoll ist auch die Verbindung mit einer theologischen Fragestellung, wie etwa „Bibliolog aus den Quellen des Midrasch“ in Verbindung mit der Geschichte von Abraham, Sarah und Hagar.

In manchen Regionen gibt es auch „Vertiefungstage“ (gelegentlich auch „Thementag“ genannt), die dann eine Zielgruppe in den Blick nehmen (Bibliolog mit Konfirmanden) oder eine spezielle Situation und deren Rahmenbedingungen (Bibliolog im Gottesdienst).

Kurs-Termine für Bibliolog-Brundkurse, Aufbaukurse und Vertiefungskurse