Ausstellung Lebensmuster: Öffnungszeiten erweitert

Die Öffnungszeiten der Ausstellung „Lebensmuster“ zu biblischen Frauengestalten in der Nikolai-Kirche in Berlin-Spandau wurden erweitert. Die Quilts können bis zum 25. Oktober 2011 nun zu folgenden Zeiten besichtigt werden:

Mo – Do 12.00 – 16.00 Uhr, Fr 12.00 – 18.00 h, Sa 11.00 – 15.00 Uhr, So nach dem Gottesdienst bis 16.00 Uhr.

An den beiden Montagen mit den Bibliolog-Veranstaltungen zu Sarah am 22. August sowie zu Miriam am 29. August ist die Ausstellung durchgehend von 12.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.

Mo 22. August 19.00 h: Sarah – wider die Resignation
Mit Abraham ist Sarah aufgebrochen: Erst aus Ur in Chaldäa, später aus Haran. Viele Jahre wartet Sarah auf die Erfüllung des Versprechens Gottes, daß sie ein eigenes Kind haben wird. Inzwischen ist sie alt geworden. Drei Boten kommen zu Besuch und kündigen einen Sohn für Abraham an, einen Sohn von Sarah. Sarah hört mit und lacht. Als sie darüber zur Rede gestellt wird, bestreitet sie, gelacht zu haben… Was hat das Lachen von Sarah zu erzählen? Diesen und anderen spannenden Fragen werden wir nachgehen.

Mo 29. August: 19.00 h: Mirjam – mehr als Überleben
Ohne Miriam, seine Schwester, hätte das Baby Moses nicht überlebt. Als Moses die Israeliten aus Ägypten führt, spielt Miriam eine wichtige Rolle beim Durchzug durch das Meer. Sie führt die Frauen mit Gesang, Tanz und Pauke an. Sie ist die erste Frau, die als Prophetin bezeichnet wird und gilt als Vorbild für die weibliche prophetische Tradition. Sie kritisiert Moses wegen seiner Heirat mit einer kuschitischen Frau. Als sie und ihr Bruder Aaron die Führerschaft von Moses in Frage stellen, bekommt nur sie eine Hautkrankheit (Aussatz). Was durchlebt sie in den sieben Tagen, die sie außerhalb des Lagers verbringen muss? Danach wird nichts mehr von ihr erzählt bis zu ihrem Tod. Als sie stirbt ist das Volk von großer Trauer erfüllt. Im Unterschied zu anderen Frauengestalten der Bibel ist in den biblischen Texten nirgends von ihr als Mutter oder Ehefrau die Rede. Erst spätere rabbinische Quellen benennen Kaleb als ihren Ehemann…

Frage 5: Kann man auch mit Gleichnissen Bibliolog machen?

Fragezeichengruppe 2Ja, auch mit Gleichnissen kann man Bibliolog machen. Wenn die Gleichnisse eine fortlaufende Handlung haben, dann arbeitet man mit ihnen wie auch sonst mit erzählenden Texten. Zu dieser Kategorie von Gleichnissen gehören beispielsweise:

– der verlorene Sohn (der barmherzige Vater und seine zwei Söhne)
– die Arbeiter im Weinberg
– das große Gastmahl – das königliche Hochzeitsmahl (Abendmahl)
– die verlorene Drachme – der verlorene Groschen
– Pharisäer und Zöllner
– der barmherzige Samariter
– der bittende Freund
– der reiche Mann und der arme Lazarus

Mit Gleichnisse ohne fortlaufende Handlung arbeitet man wie mit nicht-narrativen Texten, zum Beispiel:

– Gleichnisse vom Feigenbaum
– Gleichnis vom Sauerteig
– Unkraut und Weizen
– der Weinstock und die Reben

Bibliolog-G-ttesdienst in Spandau

Am Sonntag, den 17. Juli 2011 um 10.00 Uhr findet in der Dorfkirche Alt-Staaken, Hauptstrasse / Ecke Nennhauser Damm ein G-ttesdienst mit Bibliolog mit Christian Moest statt. Es wird um die Begegnung von Jesus und der Ehebrecherin gehen, die im Johannesevangelium (Kapitel 8, Verse 3 bis 11) steht.