Bibliolog-Seminartag im Labyrinth des Lebens

Wege im Labyrinth des Lebens - Bibelgarten Mühlenbeck

Wege im Labyrinth des Lebens – Bibelgarten Mühlenbeck

So 13. Oktober 11.00 – 16.00 h
Bibliolog im Labyrinth-des-Lebens-Bibelgarten:
Wege entstehen indem wir sie gehen (Teil 2)
(Auch wer bei Teil 1 nicht dabei war kann dazu kommen)
Kastanienallee 10
Mühlenbeck-Mönchmühle
Anmeldung bis 10. Oktober an bibliologberlin (at) googlemail.com
Teilnahmebeitrag nach Selbsteinschätzung

Bibliolog zum Laubhüttenfest

Willkommen beim Laubhüttenfest

Sukkot Bald heißt es wieder: „Willkommen in der Laubhütte“. Am 23., 24., 25. und 26. September 2013 wird in der Keramikwerkstatt Yad Chanah bereits zum vierten Mal das Laubhüttenfest gefeiert.

Das Fest, hebräisch Sukkot (die Laubhütten), gilt als ein Ausdruck der Freude im jüdischen Jahr. Wo Licht ist, ist Leben und Freude. Licht gilt auch als eine Metapher für Erkenntnis. Erkenntnis gewinnen wir durch Lernen. Deshalb wird sich jeder Abend einem speziellen Thema jüdischer Kultur widmen. Sei es die Würdigung von Leben und Werk der jüdischen Keramikerinnen Margoerite Friedlaender-Wildenhain, Margarete Heymann-Marks und Eva Stricker-Zeisel, ein Abend mit Klezmermusik oder ein Bibliolog (Mittwoch 25. September) – immer ist die Gelegenheit gegeben, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das Laubhüttenfest wird wieder ein Forum sein, sich zu begegnen, miteinander zu sprechen und miteinander zu feiern. An jedem Abend wird eine Suppe gereicht. Die Lektionen beginnen jeweils um 19.00 Uhr in der Keramikwerkstatt Yad Chanah, Schönfließer Straße 7, 10439 Berlin. ( U 8 / U 9 Osloer Straße oder S-Bhf Bornholmer Straße, dann mit Tram 13 oder 50 bis Schönfließer Straße).

Zum Weiterlesen:
Bibliolog in der Sukka mit den Uschpisim (Jakob – Leah – Rachel) / Teil 1 (2011)
Bibliolog in der Sukka mit Mosche und Zippora / Teil 2 (2012)

Frage 19: Warum machen Sie eigentlich nur Bibliolog

Fragezeichengruppe 2… im jüdischen, säkularen und interreligiösen Bereich. So oder ähnlich werde ich immer wieder gefragt und staune darüber, wie es zu diesem Mißverständnis kommt. Sicher – ich habe einen Buchbeitrag zu diesem Thema im Bibliolog-Buch von Uta Pohl-Patalong geschrieben. Aber da gibt es auch einen Beitrag über „Bibliolog im Kindergottesdienst“ oder „Bibliolog und Exerzitien“. Niemand würde deshalb davon ausgehen, daß die Autorinnen Bibliolog „nur“ im Kindergottesdienst oder nur im Rahmen von Exerzitien anleiten. Genauso ist es bei mir.

Ich habe besonders viele Erfahrungen mit jüdischen, interreligiösen und säkularen Kontexten und finde gerade Bibliolog mit Menschen, die nicht vorgeprägt sind (egal ob man sie säkular, religionslos oder wie auch immer nennt) besonders reizvoll. Im interreligiösen und interkulturellen Bereich ist Bibliolog deshalb aus meiner Sicht besonders reizvoll, weil er ein Instrumentarium anbietet, Unterschiede wahrzunehmen, sichtbar zu machen und zu benennen.

Viele Arbeitsfelder bibliologischen Arbeitens habe ich schon kennengelernt und bekomme immer wieder die Möglichkeit, Bibliolog in für mich neuen Kontexten auszuprobieren und Neues zu entwickeln. Ich freue mich immer wieder, wenn ich in einem anderen Bereich eingeladen werde und ausprobieren kann, wie Bibliolog in der jeweiligen Situation zum Einsatz kommen kann, egal ob das in einem evangelischen Gottesdienst zum Karneval der Kulturen, an einem Fortbildungswochenende für katholische Gottesdienstbeauftragte, einer jüdischen Konferenz, dem evangelischen Kirchentag, einem freikirchlichen Kindergottesdienst, im Museum, im Hospiz, bei einer Vorbereitungsgruppe für den Weltgebetstag der Frauen, dem Gemeinschaftstag einer evangelischen Ordensgemeinschaft, einer katholischen Grundschule, mit dementiell veränderten oder geistig behinderten Menschen, mit jüdischen Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion, bei der langen Nacht der Religonen, dem Spielmarkt in Potsdam, dem lebendigen Adventskalender im Sprengelkiez, die Rüstzeit für die hauptamtlichen Mitarbeiter eines evangelischen Kirchenkreises, mit alt gewordenen jüdische Menschen, die als Kinder im Versteck überlebt haben (child survivors)… All diese und viele andere Erfahrungen haben mir gezeigt, wie vielfältig Bibliolog einsetzbar ist. Ich denke, daß das Potential von Bibliolog noch lange nicht ausgereizt ist.

Bibliolog-Grundkurs im Kloster Alexanderdorf

Screenshot Kloster Alexanderdorf

Screenshot Kloster Alexanderdorf


Vor drei Jahren bekam ich von einer Vorbereitungsgruppe für den Weltgebetstag der Frauen die Anfrage, ob ich für eine erkrankte Referentin einspringen würde und einen Bibliolog zum Text der Lesung machen könnte. Die Gruppe hielt ihr Vorbereitungstreffen im Kloster Alexanderdorf ab, das südlich von Berlin am Mellensee liegt. Aus diesem Anlaß kam ich mit der dortigen Ordensgemeinschaft der Benediktinerinnen in Kontakt. Drei von ihnen waren auch beim Vorbereitungstreffen dabei und sehr daran interessiert, noch mehr über unterschiedliche Formen bibliologischen Arbeitens zu erfahren.

So kam ich dann einige Wochen später zum zweiten Mal nach Alexanderdorf um mit einer Gruppe der Schwestern einen halben Tag lang die Geschichte von Abraham, Sarah und Hagar anzuschauen. Dabei ist ein Kontakt zu einer der Schwestern entstanden. Letzte Woche haben wir einen Termin für einen Bibliolog-Grundkurs vereinbart, der von 17. bis 21. Februar 2014 stattfinden wird. Die Arbeitszeiten werden so gelegt, daß Interessierte an den Stundengebeten teilnehmen können. Mehr Infos über das Kloster Alexanderdorf sind hier.

Bibliolog-Buch in der 3. Auflage erschienen

Als heute ein Päckchen vom Kohlhammer-Verlag in der Post lag, war ich irritiert. Ich hatte nichts bestellt und für Werbung war es eindeutig zu dick. Sollte das etwa? Tatsächlich:

1. Auflage

1. Auflage

2. Auflage

2. Auflage

3. Auflage

3. Auflage

Mein Belegexemplar der soeben erschienenen 3. Auflage. Im Vergleich zur 2. Auflage hat sich nichts verändert außer daß das Cover unten einen schwarzen Streifen hat. Als die erste Auflage vergriffen war, wurden alle Autoren und Autorinnen, die ihre Erfahrungen mit Bibliolog in unterschiedlichen Praxisfeldern beschrieben hatten gefragt, ob sie ihren Beitrag überarbeiten wollen. Ich habe diese Gelegenheit wahrgenommen und meinen Beitrag thematisch etwas erweitert: „Bibliolog in jüdischen, säkularen und interreligiösen Kontexten“. Außerdem wurde ein Beitrag über Bibliolog im (katholischen) Kindergottesdienst neu aufgenommen. Die dritte Auflage (seit 2007) zeigt: Bibliolog verbreitet sich stetig.

Frage 18: Bibliolog Jesus

Fragezeichengruppe 2… war eine Suchanfrage in den letzten Tagen.

Ich vermute, daß es um die Fragestellung geht, ob man im Bibliolog die Jesus-Rolle vergeben kann. Die Jesus-Rolle kann vergeben werden, wenn die menschlichen Aspekte im Mittelpunkt stehen (Jesus als Lehrer, Heiler …). Teilnehmende aus konservativen Gemeinden oder PfarrerINNEN fällt die Jesus-Rolle erfahrungsgemäß schwerer. Deshalb sollte man bei diesem Personenkreis besonders gut überlegen, ob man Jesus befragt oder nicht. Wenn man sie dennoch wählt, dann nicht als erste Rolle.

Wichtig ist auch, dass die Teilnehmenden eine Erfahrungsanalogie herstellen können, deshalb kann weder Jesus am Kreuz noch der auferstandene Jesus befragt werden. Wichtig ist auch, die Frage so zu stellen, dass sie nicht auf theologische Richtigkeiten abzielt (Jesus, was willst du deinen Jüngern damit sagen?).

Relaunch der Internet-Site von Susan und Peter Pitzele

Screenshot bibliodrama.com

Screenshot bibliodrama.com

Peter und Susan Pitzele haben ihre Website erweitert und aktualisiert. Neben vielen Infos, biografischen Hintergründen, dem Gründungsmythos des Bibliolog sind auch einige Aufsätze und Zeitschriftenartikel rund um den Bibliolog dazugekommen. Mehr zur künstlerischen Arbeit von Peter Pitzele findet man hier (visual art d.h. Collagen, Fotos, Bilder, Reflexionen über Hospizarbeit …). Seine Biblioartist-Seite ist hier.