Nachruf: Gabriele Krüger

Kennengelernt habe ich sie im Sommer vor zwei Jahren. Sie interessierte sich für den interreligiösen Bibliolog-Grundkurs im Sprengelhaus und fragte per Mail an, ob die Räume barrierefrei und für sie als Rollstuhlfahrerin geeignet seien. Kurz danach kam sie zum Bibliolog-Abend im Rahmen der „langen Nacht der Religionen“ und meldete sich für den Grundkurs an. Für mich war es eine ganz neue Erfahrung, wie sie mit ihrer schweren Körperbehinderung und der Unterstützung ihrer Assistenten ihren eigenen Zugang entwickelte und ihre eigene Bibliologmethodik erarbeitete. Gelegentlich hat sie in ihrer Kirchengemeinde im Seniorenkreis und im Familiengottesdienst Bibliolog angeleitet.

So oft es ihr möglich war, hat sie an der interreligiösen Bibliolog-Werkstatt und an der Bibliolog-Regionalgruppe oder auch an den Bibliolog-Treffen in Neukölln teilgenommen. Oft hat sie Details und Perspektiven eingebracht, die anderen nicht aufgefallen waren und so dem Austausch eine neue Wendung gegeben. Im November 2014 ist sie unerwartet verstorben. Sie fehlt uns sehr. Ich habe mich sehr gefreut, daß der Tagesspiegel heute einen Nachruf veröffentlicht hat, der sehr berührend ist und hier nachgelesen werden kann.

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