Frage 22: Was sind nichtnarrative Texte?

Wenn von Bibliolog-Aufbaukursen die Rede ist, wird immer wieder „Bibliolog mit nicht-narrativen Texten“ genannt. Auch bei den Suchbegriffen nach diesem Blog, wurde diese Frage in der letzten Zeit mehrmals eingegeben.

Bibliologpraxis beginnt mit erzählenden Texten. Jedoch taucht früher oder später die Frage auf, ob Bibliolog auch mit anderen Textformen (nicht erzählenden Texten) geht. Im Alltag begegnen und viele Formen von nichterzählenden (nicht-narrativen) Texten: Wenn wir etwa an einer Haltestelle stehen und einen Fahrplan lesen um zu erfahren, wann der nächste Bus kommt oder wenn wir im Internet nach einem Kochrezept suchen um eine Mahlzeit zuzubereiten. Dabei hören wir vielleicht gerade in den Nachrichten den Ausschnitt einer Rede einer Politikerin. Auf dem Schreibtisch liegt vielleicht eine Stellenanzeige, auf die wir uns bewerben wollen und daneben ein Buch mit Gedichten oder eine Sammlung von Gesetzestexten.

 

Auch in der Bibel gibt es eine Vielfalt von nichtnarrativen Texten. Manche kennen wir auch aus unserem Leben wie etwa Briefe, Reden, Gesetzestexte, Sprüche … andere sind für uns nicht so nah an unserem Alltag wie Psalmen, Weisheitsliteratur, prophetische Worte oder Gleichnisse, wobei Gleichnisse narrativ oder nicht-narrativ sein können. Zu den nicht-narrativen Gleichnissen gehören die Gleichnisse vom Feigenbaum, vom Sauerteig, vom Weinstock und den Reben oder auch von Unkraut und vom Weizen oder die Bildworte vom Reich Gottes (Das Reich Gottes / das Reich der Himmel ist wie … ein Senfkorn …

Mit allen diesen Textformen kann man bibliologisch arbeiten und genau das wird im Aufbaukurs nichtnarrative Texte eingeübt.

Zum Weiterlesen:

Ausschreibungstext Bibliolog mit nicht-narrativen Texten

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