Über Iris Weiss

Ich schreibe über alles rund um den Bibliolog, eine Form der interaktiven Bibelauslegung. Bibliolog ist aus der Tradition der jüdischen Schriftauslegung und dem Psychodrama entstanden und ermöglicht spannende Begegnungen mit biblischen Texten. Seit einigen Jahren bilde ich auch Menschen aus, die selbst Bibliolog anleiten lernen wollen.

Bibliolog auf dem Katholikentag in Stuttgart

PM Werbelinie Stuttgart

Vom 25. bis 29. Mai 2022 findet in Stuttgart der 102. Katholikentag statt. 

Im Zentrum Bibel und Spiritualität finden sieben Bibliologe statt: 

Do 26. Mai 14.00 h – 15.30 h:
Rahab und das rote Seil
Eine Begegnung für Frauen mit Josua Kapitel 2
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Do 28. Mai 16.30 h – 18.00 h:
… damit die Party weiter geht!>
„Wasser, das zu Wein geworden war“ (Joh 2,9)
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Fr 29. Mai 11.00 h – 12.30 h
Wahrnehmen – ernstnehmen – zuwenden
Gespräch zu Mt 9, 18-26
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Fr 29. Mai 16.30 – 18.00 h
Begegnung auf Augenhöhe
Die Heilung der gekrümmten Frau (Lk 13,10-17)
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Sa 30 Mai 11.00 h – 12.30h
Barnabas und Paulus
Zwei Männer – (k)ein Weg
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Sa 14.00 h – 15.30
Ester – Persiens nächste Top Königin
Bibliolog für Kinder
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Sa 16.30 h – 18.00 h
Der barmherzige Vater – eine ganz besondere Familiengeschichte
Mit Biblischen Erzählfiguren zu Lk 15,11-32
(Mädchengymnasium St. Agnes, Gymnasiumstr. 45)

Die Bibliologe finden in Raum 27 oder Raum 28 statt

 

 

 

Bibliolog in der Weihnachtswoche 2021

Bibliolog als Präsenzveranstaltung ganz und gar analog ist derzeit nur sehr eingeschränkt möglich. Umso mehr freut es mich, daß ich zu Beginn der Weihnachtswoche als Einstimmung für Interessierte ein Angebot im Rahmen von „Bibel bewegt“machen kann:

Montag 20. Dez. 2021 um 19.30 h

Adventliche Andacht mit Bibliolog: Tochter Zion, freue dich (Sacharja 2,14)

Kirche St. Michael Kreuzberg – Präsenzveranstaltung
Waldemarstraße 8 –10, 10999 Berlin
Zur Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 17.12. 2021 über
paula.vonloe@bernhard-lichtenberg.berlin erforderlich.
Bitte beachten Sie die 3G-Regel mit Maske und Abstand.

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Online-Bibliolog in der Fastenzeit 2021

Seit mehr als 30 Jahren gibt es die evangelische Fastenaktion sieben Wochen ohne … – dieses Jahr unter dem Motto „sieben Wochen ohne … Spielraum„. Dieses Jahr sind aufgrund der Corona-Situation keine Treffen von Fastengruppen möglich. Es gibt jedoch ein Online-Angebot.

Jeden Freitag zwischen 16.00 Uhr und 17.30 Uhr kann man an einem Online-Bibliolog teilnehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. 

Online-Bibliolog: sieben Wochen ohne Spielraum

Wer an einem Online-Bibliolog teilnehmen möchte, braucht dafür einen Computer mit Mikrofon und Kamera, ein Tablet oder ein Handy. Ein eigener Zoom-Zugang ist nicht erforderlich. Allerdings muss man sich für jeden Bibliolog in der Woche davor anmelden. Wer angemeldet ist, bekommt einen Link und das Passwort für den Zugang.

Die Zahl der Teilnehmenden für die Bibliologe ist begrenzt. Die Anmeldung beginnt jeweils montags um 11.00 Uhr und ist nur unter diesem Link möglich. 

 

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The Scribe – der Torahschreiber (Sofer)

Bei den Bibliolog-Grundkursen ist immer wieder die Rede vom schwarzen und vom weißen Feuer:

Esch daat

Dewarim 33:2

Das „schwarze Feuer“ sind die Buchstaben der Torah. Das „weiße Feuer“ sind die weißen Zwischenräume zwischen den Buchstaben und um die Buchstaben herum. Nur beides zusammen ist die GANZE Torah. Dabei kann man die Begriffe „schwarzes Feuer“ und „weißes Feuer“ auf unterschiedenen Ebenen verstehen und interpretieren.

Das „schwarze Feuer“ ist dir wörtliche Bedeutung des Textes (Peschat), das weiße Feuer steht für die Ideen, Auslegungen, Andeutungen hinter dem Text – die Botschaften „zwischen den Zeilen“, die zum Leben kommen, wenn wir mit dem Text in Beziehung treten.

Die schwarzen Buchstaben begrenzen. Zugleich sind sie begrenzt und festgelegt. Die weißen Räume dazwischen verweisen uns auf den Bereich jenseits des Intellekts – des Grenzenlosen, des sich immer Verändernden und Verwandelnden. Sie stehen auch für das Schweigen, für das noch nicht Sagbare, das Unsagbare.

Die weißen Räume zwischen und um die schwarzen Buchstaben herum nehmen zweimal so viel Raum ein wie die schwarzen Buchstaben. Das weiße Feuer bildet die Grundlage für das schwarze Feuer.

Es dauert etwa ein Jahr eine Torahrolle zu schreiben. Sie ist 25 Meter lang. Leon Spanier hat drei Monate mit einem Sofer, Kalman Delmoor, verbracht und ihn in einem 10minütigen Kurzfilm porträtiert. Ein Sofer schreibt Torah-Rollen, heilige Schriften, Mesusot undKetubot (Eheverträge). Kalman Delmoor hat die klassische Ausbildung und interpretiert diese auch neu: So entstehen aus dem hebräischen Alphabet auch Gemälde ( hier auf seiner Website). Der Kurzfilm ist auf Vimeo zu sehen: 

 

 

Mehr zur Entstehung des Films kann man in einem Artikel in der Jüdischen Allgemeinen nachlesen und zwar  hier.

Zum Weiterlesen:
Schwarzes Feuer – weißes Feuer im Bibliolog

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Frage 22: Was sind nichtnarrative Texte?

Wenn von Bibliolog-Aufbaukursen die Rede ist, wird immer wieder „Bibliolog mit nicht-narrativen Texten“ genannt. Auch bei den Suchbegriffen nach diesem Blog, wurde diese Frage in der letzten Zeit mehrmals eingegeben.

Bibliologpraxis beginnt mit erzählenden Texten. Jedoch taucht früher oder später die Frage auf, ob Bibliolog auch mit anderen Textformen (nicht erzählenden Texten) geht. Im Alltag begegnen und viele Formen von nichterzählenden (nicht-narrativen) Texten: Wenn wir etwa an einer Haltestelle stehen und einen Fahrplan lesen um zu erfahren, wann der nächste Bus kommt oder wenn wir im Internet nach einem Kochrezept suchen um eine Mahlzeit zuzubereiten. Dabei hören wir vielleicht gerade in den Nachrichten den Ausschnitt einer Rede einer Politikerin. Auf dem Schreibtisch liegt vielleicht eine Stellenanzeige, auf die wir uns bewerben wollen und daneben ein Buch mit Gedichten oder eine Sammlung von Gesetzestexten.

 

Auch in der Bibel gibt es eine Vielfalt von nichtnarrativen Texten. Manche kennen wir auch aus unserem Leben wie etwa Briefe, Reden, Gesetzestexte, Sprüche … andere sind für uns nicht so nah an unserem Alltag wie Psalmen, Weisheitsliteratur, prophetische Worte oder Gleichnisse, wobei Gleichnisse narrativ oder nicht-narrativ sein können. Zu den nicht-narrativen Gleichnissen gehören die Gleichnisse vom Feigenbaum, vom Sauerteig, vom Weinstock und den Reben oder auch von Unkraut und vom Weizen oder die Bildworte vom Reich Gottes (Das Reich Gottes / das Reich der Himmel ist wie … ein Senfkorn …

Mit allen diesen Textformen kann man bibliologisch arbeiten und genau das wird im Aufbaukurs nichtnarrative Texte eingeübt.

Zum Weiterlesen:

Ausschreibungstext Bibliolog mit nicht-narrativen Texten

Bibliolog auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019

 

Eine ökumenische Werkstatt Bibliodrama & Bibliolog wird im Workshop House im Mallinckrodt-Gymnasiums in Dortmund zu finden sein. Dort werden jeweils acht Work-shops parallel stattfinden. Das Mallinckrodt-Gymnasium befindet sich am Südrandweg 2-4.

Hier sind die Bibliolog-Angebote:

Do 20. Juni 15.00 – 16.30 h:

– Stürmische Zeiten – Bibliolog mit kreativer Nacharbeit (Hiob 2, 11-13)
– Wenigstens den Saum seines Gewandes (Markus 6,53-56)

Do 20. Juni 16.30 – 18.00 h: 

– Stürmische Zeiten – Bibliolog mit kreativer Nacharbeit (Hiob 2, 11-13)
– Wer auf dem Wasser gehen will, muss aus dem Boot aussteigen

Freitag 11.00 – 12.00 h und 12.00 – 13.00 h

Das Bild hat das Wort (Psalm 23)

Freitag 11.00 h – 13.00 h

Ohne Netz und doppelten Boden!

Freitag 15.00 – 18.00 h

Schweinefraß? Kalbsfilet! Kulinarischer Workshop zu Lukas 15

Freitag 15.00 – 16.30 h und 16.30 – 18.00 h

So viel ist (un)sicher – Gottvertrauen und Lebensmut (2 Mose 1,15-21)

Freitag 15.00 – 18.00 h

Was für ein Vertrauen – Ruth und der Wanderer im finstern Tal

Sa 11.00 – 13.00 h

– Auf Wasser gehen (Matthäus 14,22-34)
– Er müsste es doch wissen!
– Im Namen Jesu: Vertrau dir! (Apostelgeschichte 3,1-11)

Sa 15.00 – 18.00 h

– Das Gute – das Bessere – oder was? Maria und Martha
– Dein Vertrauen hat dir geholfen – Heilung der blutflüssigen Frau
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Bibel bewegt – Bibliolog im Kathedralforum

Seit etwas über einem Jahr gibt es jeweils einmal monatlich montags im entstehenden pastoralen Raum Mitte ein Angebot „Bibel bewegt“, bei dem unterschiedliche Zugänge zur Bibel vorgestellt werden.
Aufgrund der Erkrankung der Referentin entfällt das Thema „die Heilige Schrift als Begeg-nungsraum von Christentum und Judentum – Bibelarbeit zu Genesis 22“
(Bindung Jizchaks / Opferung von Isaak) .
Deshalb habe ich für Montag 17. Juni um 19.30 h zugesagt, für die erkrankte Referentin einzuspringen und werde einen Bibliolog zu „Hagar in der Wüste“ anleiten.
Ort ist der Saal des Kathedralforums, das sich hinter der Hedwigskathedrale am Bebelplatz befindet.
Kathedralforum St. Hedwig Berlin
Hinter der Katholischen Kirche 3
10117 Berlin

Haupteingang und Foyer
Hedwigskirchgasse 3
10117 Berlin

U- oder S-Bahn bis Alexanderplatz
Bus bis Haltestelle „Staatsoper“

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Karwoche und Ostern im Bibliolog

Aus den Anfragen, die über Suchmaschinen kommen, wird deutlich, daß gerade die Vorbereitung der Gottesdienste in der Karwoche und für Ostern dran ist. Deshalb kommen die Suchbegriffe Salbung von Bethanien, Einzug in Jerusalem, Palmsonntag, Abendmahl, Tischabendmahl, Fußwaschung, Verrat des Judas, Verleugnung des Petrus, Abschiedsreden im Johannesevangelium, Emmaus in Zusammenhang mit „Bibliolog“ und „Entwurf“ oder „Vorlage“. Vor längerer Zeit habe ich bereits beschrieben, warum es im Internet keine tauglichen Vorlagen bzw. Entwürfe für Bibliologe oder „fertige Bibliologe“ gibt und zwar hier.

Frage 21: Bibliolog im Kindergarten

Bei den Suchbegriffen fand sich diesen Monat „Bibliolog im Kindergarten„. Ich habe immer wieder Erzählungen davon gehört, jedoch selber keine Erfahrungen damit gemacht. Es ging dabei um die spezielle Situation, daß eine Pfarrperson einmal wöchentlich in den Kindergarten der eigenen Kirchengemeinde geht und dort mit den Kindern religions-pädagogisch arbeitet.

Auf intensives Nachfragen stellt sich dann heraus, daß es sich nicht um eine klassische Kindergartensituation (altersgemischte Gruppe von 3 – 6jährigen Kindern) gehandelt hat, sondern daß es eine Vorschulgruppe kurz vor dem Schuleintritt war und zwei Erwachsene dabei waren, wovon eine/r „disziplinarisch“ dafür sorgte, daß überhaupt etwas Bibliologähnliches stattfinden konnte. Da man im Kindergarten nicht an die 45-Minuten-Takte von Schulstunden gebunden ist und viel Freispielzeit hat, will mir auch nicht einleuchten, was der „Mehrwert“ eines Bibliologs in diesem Setting im Vergleich zu Rollenspielformen sind, die bei Kindergartenkindern im allgemeinen sehr beliebt sind. Bibliolog im Kindergarten scheint mir eher unrealistisch, denn die hierfür erforderlichen Fähigkeiten dürften nur einzelne Kinder im Kindergartenalter haben.

Um an einem Bibliolog teilzunehmen sind einige Grundfähigkeiten nötig, die Kinder meist in der ersten Hälfte des zweiten Schuljahres gut beherrschen, wie etwa sich melden, wenn man etwas sagen möchte oder abwarten können bis man mit dem Sprechen dran ist. Meist ist das während des ersten Halbjahres der zweiten Klasse der Fall. Trotzdem kann es von Schülergruppe zu Schülergruppe bzw. Kindergruppe zu Kindergruppe große Unterschiede geben. Günstig ist es, wenn Kinder Rituale kennen, weil Bibliolog ein in sich abgeschlossenes Ritual ist.

Mit einer Trainerkollegin habe ich einen Bibliolog in der zweiten Grundschulklasse einer katholischen Schule gemacht. Für alle Kinder war es die erste Erfahrung, die sie mit Bibliolog gemacht haben. Wir waren für sie Besuch, also keine regulären Lehrpersonen. Die normale Sitzordnung in der Klasse war in Tischgruppen mit einer freien Fläche in der Mitte des Klassenzimmers. Für den Bibliolog wollten wir lieber einen Stuhlkreis haben. Allein in der Art, wie die Klassenlehrerin das Aufstellen des Stuhlkreises angeleitet hat und welche Ruhe darin blieb, machte uns deutlich, daß die Kinder mit Ritualen vertraut sind. Wir waren sehr überrascht, daß wir 1 1/4 Stunden am Stück mit den Kindern bibliologisch arbeiten konnten. Eigentlich wollten wir zwei kürzere bibliologische Sequenzen mit einer kreativen Phase dazwischen machen. Da die Kinder so begeistert und intensiv dabei waren, haben wir sogar noch die Geschichte (Jona) mit einem nicht-narrativen Text kombiniert.

Wenn Bibliolog im Familiengottesdienst angeboten wird, hören kleinere Kinder (jünger als Grundschulalter) gern zu und äußern sich auch gelegentlich – jedoch eher selten.

Wer in diesem Bereich Erfahrungen gemacht hat, ist herzlich eingeladen, diese in den Kommentaren zu teilen.

Bibliolog in Neukölln ab 2019 wieder in der Apfelsinenkirche

Nachdem Pfarrerin Ingrid Schröter von der Hephatha-Gemeinde im November in den Ruhestand verabschiedet worden ist, kehrt das monatliche Bibliolog-Angebot in Neukölln wieder an seinen Ursprungsort, nämlich die „Apfelsinenkirche“ (Gemeindezentrum Gropiusstadt Süd) zurück. Der erste Montag im Monat bleibt, die Anfangszeit ändert sich, nämlich eine Stunde früher um 15.00 Uhr. Die nächsten Treffen werden unter dem Thema „Wüstenwege“ stehen.

Mo 4. Febr. 15.00 h: Abraham und Lot trennen sich
Mo 3. März 15.00 h: Lot verlässt mit seiner Familie Sodom
Mo 1. April 15.00 h: Abraham und Sara bei König Abimelech (Gen. 20,1-18)
Mo 6. Mai 15.00 h: Isaak / Jitzchak
Mo 3. Juni 15.00 h: Elia deckt Unrecht auf – Nabots Weinberg
Mo 1. Juli 15.00 h: Elia uns Ahasja (2 Könige 1)

(Die nächsten Themen und Termine werden hier eingestellt)

Evangelisches Gemeindezentrum Gropiusstadt-Süd (Apfelsinenkirche)
Joachim-Gottschalk-Weg 41
12353 Berlin

Wegbeschreibung: U Bahnhof Wutzkyallee (Linie U 7) Dem Weg zwischen Exner-Pflegeeinrichtung (links) und Wutzky- Einkaufscenter (rechts) folgen, bis auf der rechten Seite ein oranges Haus aufleuchtet. Die Kirche ist in der Bevölkerung unter dem Begriff „Apfelsinenkirche“ bekannt.