Literaturliste Bibliolog

Ziemlich genau vor fünf Jahren als ich dieses Weblog begann habe ich eine Literaturliste verlinkt. Leider gibt es diese Seite nicht mehr. Deshalb stelle ich die aktuelle Fassung der Literaturliste hier ein. Sie wurde von Uta Pohl-Patalong erstellt. Da sie 8 DIN A 4 – Seiten umfaßt, werde ich die Oberkategorien rot hervorheben und hoffe, daß das Finden dadurch erleichtert wird.

  1. Bücher zum Bibliolog direkt
  2. Bücher, in denen Bibliolog eine wichtige Rolle spielt
  3. Artikel, die Bibliolog allgemein vorstellen
  4. Artikel mit homiletischem Akzent
  5. Artikel mit religionspädagogischem Akzent
  6. Artikel mit biblisch-hermeneutischem Akzent
  7.  Artikel, die einzelne Aspekte des Bibliologs reflektieren
  8. Artikel zu Bibliolog mit bestimmten Zielgruppen
  9. Englischsprachige Artikel
  10. Themenhefte
  11. Presseberichte
  12. Qualifikationsarbeiten

Wegen ihrer Länge habe ich die Liste verschoben. Sie ist in der Rubrik „Texte“ zu finden, also mit dem Mauszeiger unter dem Headerbild auf „Texte“ gehen, dann klappt ein neues Fenster auf und man kann „Literaturliste Bibliolog“ anklicken.

 

Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich …

Du öffnest die Bücher und sie öffnen dich. (Dschingis Aitmatov) So wird der Schriftsteller oft zitiert. Im Netz habe ich den Zusammenhang des Zitats gefunden:

„Удивительной силой обладают книги большого художника. Ты открываешь их, а они тебя…“ Чингиз Айтматов, Высказывания о творчестве Мухтара Ауэзова.
„Die Bücher eines großen Schriftstellers besitzen eine erstaunliche Macht. Du öffnest sie, und sie öffnen dich…“
Ich hoffe, das stimmt so, denn die Orginalsprache beherrsche ich nicht, und ich würde auch nicht – wie das verkürzte Zitat oben es nahelegt – sagen, daß alle Bücher eine/n öffnen.

Selbst wenn man die Bibel „nur“ als große Literatur sieht, gibt dieser Satz von Aitmatiov eine Richtung an, für die ich im jüdischen Schriftverständnis eine Parallele finde.

Kinderbibelausgaben in einer Bibliothek

Ein Rabbiner aus meinem Bekanntenkreis stellt den Jugendlichen, die er auf die Bar oder Bat Mizwa vorbereitet und die sich dafür mit einem bestimmten Wochenabschnitt aus der Torah (5. Bücher Mose) vorbereiten, immer die folgende Frage: „So what is this Torah saying about you? When has this Torah you’re telling me about been a part of your life?“ Mit „this Torah“ ist genau der Abschnitt gemeint, mit dem sich die Jugendlichen durch intensive Vorbereitung etwa ein Jahr lang auseinandersetzen. Es ist insofern auch „ihre Torah“ als die Bar oder Bat Mizwa am Schabbat nach dem 13. (bei Jungen) bzw. 12. (bei Mädchen) Geburtstag stattfindet. Man weiß also schon bei der Geburt eines Menschen, was sein / ihr Text sein wird. Und auch Menschen, die keine Bar / Bat Mizwa-Feier haben konnten, schauen gern nach, welches „ihre“ Parascha (Wochenabschnitt) ist.

Ich finde, daß diese Rabbiner-Frage etwas sehr Öffnendes hat: Wann hast Du erlebt, daß dieser Text ein Teil Deines Lebens war, etwas mit Dir zu tun hatte. Diese Frage kann man im Grund genommen zu jedem Bibeltext stellen, mit dem man sich beschäftigt oder sich diese Frage vom Bibeltext stellen lassen. Das ist es auch, was Bibliolog ermöglicht und eröffnet: Wir finden den Text in uns und uns im Text.