Bibliolog-Buch in der 3. Auflage erschienen

Als heute ein Päckchen vom Kohlhammer-Verlag in der Post lag, war ich irritiert. Ich hatte nichts bestellt und für Werbung war es eindeutig zu dick. Sollte das etwa? Tatsächlich:

1. Auflage

1. Auflage

2. Auflage

2. Auflage

3. Auflage

3. Auflage

Mein Belegexemplar der soeben erschienenen 3. Auflage. Im Vergleich zur 2. Auflage hat sich nichts verändert außer daß das Cover unten einen schwarzen Streifen hat. Als die erste Auflage vergriffen war, wurden alle Autoren und Autorinnen, die ihre Erfahrungen mit Bibliolog in unterschiedlichen Praxisfeldern beschrieben hatten gefragt, ob sie ihren Beitrag überarbeiten wollen. Ich habe diese Gelegenheit wahrgenommen und meinen Beitrag thematisch etwas erweitert: „Bibliolog in jüdischen, säkularen und interreligiösen Kontexten“. Außerdem wurde ein Beitrag über Bibliolog im (katholischen) Kindergottesdienst neu aufgenommen. Die dritte Auflage (seit 2007) zeigt: Bibliolog verbreitet sich stetig.

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Bibelarbeit als Bibliolog beim Kirchentag in der Messehalle

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Zwar gibt es Erfahrungen mit Bibliolog mit großen Teilnehmendenzahlen in Kirchenräumen, aber wäre es möglich, bibliologisch in einer Messehalle zu arbeiten – und wenn ja, soll das Wiedergeben der Teilnehmerantworten im Echoing durch die Bibliologleitung oder durch mehrere im Raum positionierte Bibliologen stattfinden? Diese Frage kam erstmals beim Bibliolog-Trainer- und Trainerinnentreffen nach dem letzten Kirchentag auf.

Beim Kirchentag in Hamburg war es soweit: Im Rahmen der feministischen Basisfakultät fand ein Bibliolog als Bibelarbeit in einer Messehalle statt. Achthundert Interessierte waren gekommen. Ein Glücksfall war die Jugendkantorei aus Braunschweig, die für den musikalischen Rahmen verantwortlich war. Das Einsingen wurde von Bewegungsabläufen begleitet, die an Morgengymnastik erinnerten. Der engagierte Chorleiter bezog gleich die auf den Kirchentagspapphockern sitzenden Teilnehmenden ein, was die Atmosphäre auflockerte und öffnete.

Prof. Dr. Uta Pohl-Patalong hielt dann den Bibliolog zur Speisung der Fünftausend (Joh 6). Für die Antworten zu den unterschiedlichen Fragen positionierte sie sich an unterschiedlichen Stellen in der Messehalle. Einziger Wermutstropfen: Die Qualität der Technik hätte besser sein können – ohne Rauschen und Knacken. Man darf gespannt sein auf die nächsten Kirchentage.