Letzte Woche in Alexanderdorf …

Alexanderdorf Signet fand in der Benediktinerinnenabtei St. Gertrud ein Bibliolog-Grundkurs statt. Für mich war es der erste Kurs in einem Kloster und mit überwiegend katholischer Beteiligung. Auch eine jüdische und eine freikirchliche Teilnehmerin waren dabei und von den Berufsgruppen war es bunt gemischt. Die Möglichkeit, an den Gebetszeiten der Benediktinerinnen teilzunehmen, wurde gerne wahrgenommen. Am Donnerstag, als jede/r den ersten eigenen Bibliolog anleitete, kamen zeitweise Schwestern der Abtei und Einzelgäste dazu, was eine große Bereicherung war, denn so hatten die Teilnehmenden auch Reaktionen auf ihre Erarbeitungen von Menschen, die Bibliolog noch nicht kannten. Sehr wohltuend empfand ich die Rahmenbedingungen wie die liebevolle Gestaltung des Gästehauses, das Eingebundensein in eine Gemeinschaft vor Ort. Die vielen Ecken und Nischen (Sitzecken, Meditationsraum, Bibliothek), wo man sich niederlassen konnte, ermöglichten sowohl Kontakt und Gemeinschaft als auch Rückzugsmöglichkeiten.

Der nächste Bibliolog-Grundkurs in Alexanderdorf wird vom 4. – 8. Mai 2015 stattfinden. Einen Aufbaukurs nicht-narrative Texte wird es vom 26. – 30. Oktober 2015 geben.

Zum Weiterlesen:
Homepage vom Kloster Alexanderdorf

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Aufgelesen (3): Rededication of Our Czech Torah Scroll

Screenshot Reb Jeff Blog

Screenshot Reb Jeff Blog

Weil Bibliolog seine Wurzeln in der jüdischen Hermeneutik (Schriftauslegung), in der Literaturwissenschaft (Rezeptionsästhetik) und im Psychodrama hat, geht es hier im Blog immer wieder um die Torah-Rolle und ihre Bedeutung im jüdischen Leben. In seinem Blog Reb Jeff beschreibt ein Gemeinderabbiner, welche Bedeutung eine Torahrolle in seiner Gemeinde hat. Diese besondere Torahrolle wurde vor der Schoah in einer kleinen Landgemeinde ver im heutigen Tschechien verwendet, die es heute nicht mehr gibt, denn alle dort lebenden Juden wurden ermordet.

Leider kann die Torah-Rolle nicht mehr im G-ttesdienst verwendet werden, weil sie nicht mehr koscher ist. Sie ist beschädigt und zwar in einem Ausmaß, daß sie nicht mehr repariert werden kann. Viele Buchstaben sind nicht mehr lesbar. Im Blog ist eine Stelle dieser in einer besonderen mystischen tschechischen Tradition geschriebenen Rolle zu sehen.

Auch ein kurzes Video über die Geschichte dieser Torah-Rolle ist eingebunden. Zum Orginalartikel von Reb Jeff geht es hier.

Zum Weiterlesen:
scwarzes Feuer und weißes Feuer im Bibliolog