Einladung: Bibliolog zu Psalm 23: Der Herr ist mein Hirte …

 

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Sa 22. Oktober 2016  

Samstagsfrühstück und Bibliolog:

Wir setzen das Thema Barmherzigkeit  fort mit Psalm 23, dessen letzten Vers Luther übersetzt mit:

„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang …“

Im hebräischen Orginal kommt an dieser Stelle das Wort „Barmherzigkeit“
nicht vor. Hat Luther Recht oder Unrecht mit seiner Übersetzung?

Naunynstraße 60 / WG Herwartz

Das Frühstück findet jeden Samstag zwischen 9.30 und 12.30 h
statt. Man kommt und geht wie man möchte. Der Bibliolog beginnt um 14.00
Uhr.

Terminänderung: Bibliolog in Neukölln

Hephatha Kirche 2 - Kopie

Normalerweise findet das Bibliolog-Treffen in der Hephatha – Gemeinde immer am ersten Montag im Monat statt. Wegen des Nationalfeiertags am 3. Oktober wird der Termin ausnahmsweise eine Woche verschoben:

Mo 10. Oktober 16.00 h: die Prophetin Hulda (2 Könige 22)

im Kirchencafe – bitte auf Wegweiser achten

Wegbeschreibung

Hephatha Gemeinde
Fritz-Reuter-.Allee 130-136

12359 Berlin (Britz)
U Bahn Parchimer Allee (Ausgang Gielower Straße)
für Rollstuhlfahrer: U Bahn Britz -Süd – (rechts aus dem Bahnhof herausfahren / dann rechts in die Fritz – Reuter – Allee fahren / immer gradeaus (am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln ( bis zur Nr.130 /136 fahren)

Bibliolog in Neukölln 2016

Hephatha Kirche 2 - Kopie

Ab April 2016 wird das monatliche Bibliolog-Treffen in Neukölln wieder um 16.00 Uhr beginnen.

Mo 4. April 16.00 h: Lydia, die Purpurhändlerin (Apg. Kapitel 16)
Mo 2. Mai 16.00 h: die Frau des Potiphar (1 Buch Mose 39)
Mo 6. Juni 16.00 h: die Rückkehr Jesu in den Himmel (Christi Himmelfahrt – Apg 1,9ff)
Mo 3. Juli 16.00 h: die Bekehrung des Paulus (Apostelgeschichte 8)
Mo 1. August 16.00 h: Deborah (Buch der Richter / Schoftim)
Mo 4. september 16.00 h. das Apostelkonzil oder: Vom Umgang mit Konflikten (Apg 15)
Mo 10. Oktober 16.00 h: die Prophetin Hulda (2 Könige 22)

Jeweils am ersten Montag im Monat um 16.00 Uhr in der Hephathagemeinde mit Pfrin Ingrid Schröter

entweder im Saal oder im Kirchencafe – bitte auf Wegweiser achten

Wegbeschreibung

Hephatha Gemeinde
Fritz-Reuter-.Allee 130-136

12359 Berlin (Britz)
U Bahn Parchimer Allee (Ausgang Gielower Straße)
für Rollstuhlfahrer: U Bahn Britz -Süd – (rechts aus dem Bahnhof herausfahren / dann rechts in die Fritz – Reuter – Allee fahren / immer gradeaus (am Zebrastreifen die Straßenseite wechseln ( bis zur Nr.130 /136 fahren)

Bibliolog-Grundkurs im Kloster Alexanderdorf

 

Alexanderdorf

Screenshot Kloster Alexanderdor

Von 15.- 19. Februar 2016 wird es wieder einen Bibliolog-Grundkurs im Benediktinerinnenkoster Alexanderdorf südlich von Berlin geben.

Die Arbeitszeiten werden so liegen, daß eine Teilnahme an den Stundengebeten möglich ist. Das Besondere an den Kursen im Kloster Alexanderdorf ist, daß das Spektrum der Teilnehmenden sehr groß ist (katholisch, evangelisch, freikirchlich, jüdisch, Haupt- und Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Berufsgruppen).  Jede/r Teilnehmende erarbeitet einen Bibliolog für das eigene Handlungsfeld.

Wenn diese Bibliologe am Donnerstag vorgestellt werden, sind auch Schwestern und Gäste des Klosters dabei. Dies ermöglicht eine realistischere Einschätzung des eigenen bibliologischen Handelns als wenn die Kursteilnehmer bei der Vorstellung der Bibliologe unter sich bleiben.

Hier die Kontaktdaten:

15. Februar – 19. Februar 2016

Bibliolog-Grundkurs im Kloster Alexanderdorf (südlich von Berlin)
Infos und Anmeldung:
Abtei St. Gertrud
Kloster Alexanderdorf
Klosterstraße 1
15838 Am Mellensee

Telefon: (033703) 916-0
Fax: (033703) 916-214
http://www.kloster-alexanderdorf.de
email: gaestehaus (ät) kloster-alexanderdorf.de

Chanukka beim lebendigen Adventskalender 2015

Auch dieses Jahr findet im Sprengelkiez der interkulturelle lebendige Adventskalender statt. Wie auch in den letzten 12 Jahren geht jeden Abend eine – manchmal auch eine zweite – Tür auf. Einzelpersonen, Gemeinden, Gruppen oder Initiativen laden dazu ein, sich zu begegnen und kennenzulernen.

Bei Wedding Art kann man bei Keksen und Getränken die neueste Ausstellung Weddinger Künstler sehen und ins Gespräch kommen. Der interkulturelle Garten „Himmelbeet“ bietet Basteln mit Recyclingmaterialien an. In der Osterkirche stellen die „Zukunftsdetektive“ ihre Aktivitäten vor. Ein traditionelles amerikanisches Singen findet in der Plauderecke statt. Türkische Familien laden ein. Das interkulturelle Cafe öffnet seine Türen.

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Auch die interreligiöse Bibliolog-Werkstatt ist wieder dabei.

Am Mittwoch den 9. Dezember ab 19.30 h gibt es eine Chanukka-Geschichte als Bibliolog und kulinarische Köstlichkeiten. Auch persönliche Begegnungen und Gespräche werden nicht zu kurz kommen. Und wenn die Zeit noch reicht, gibt es auch noch andere Chanukka-Geschichten. Wir treffen uns im Veranstalgungsraum vom Sprengelhaus in der Sprengelstraße 15 (2. Hinterhof / 2. Etage).

Wer mag, kann Nüsse, Mandarinen oder Saft mitbringen. Für die Raumnutzung wird um eine Spende nach Selbsteinschätzung gebeten.

 

 

 

Bibelsprengeltag: Blicke wechseln – biblische Bilder von Juden und Christen

Nach einem längeren Diskussionsprozeß hat die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers auf der Landessynode 2013 beschlossen, ihre Verfassung zu ergänzen. Dies bedeutet eine Neubestimmung im Verhältnis zum Judentum.

Im Artikel 1 Absatz 1 heißt es:
Für die Erhaltung und Förderung der rechten Verkündigung des Wortes Gottes und der stiftungsgemäßen Darreichung der Sakramente sind die Landeskirche und die Kirchengemeinden mit ihren Gliedern, Amtsträgern und Organen verantwortlich.

Dies wird in Absatz 2 konkretisiert:
Diese Verantwortung verpflichtet zum Zeugnis in der Öffentlichkeit, zur Wahrnehmung des Missionsauftrages der Christenheit in aller Welt und zum Dienst der helfenden Liebe.

Die Synode hat nun Absatz 2 um den folgenden Zusatz erweitert:
Zeugnis, Mission und Dienst erfolgen in Gemeinschaft mit anderen christlichen Kirchen und im Zeichen der Treue Gottes zum jüdischen Volk.

Im Artikel 4, in dem es in den ersten drei Absätzen um die strukturelle Einbindung in die EKD und die Zusammenarbeit mit christlichen Kirchen in aller Welt und die Mitgliedschaft im Ökumenischen Rat der Kirchen geht, wurde Absatz 4 hinzugefügt:

Die Landeskirche ist durch Gottes Wort und Verheißung mit dem jüdischen Volk verbunden. Sie achtet seine bleibende Erwählung zum Volk und Zeugen Gottes. Im Wissen um die Schuld unserer Kirche gegenüber Juden und Judentum sucht die Landeskirche nach Versöhnung. Sie fördert die Begegnung mit Juden und Judentum.

Um diesen Änderungen in der kirchlichen Praxis Rechnung zu tragen, veranstaltete der Sprengel Hannover am 10. Oktober den Workshoptag „Blicke wechseln – biblische Bilder von Juden und Christen„, der sich an Ehrenamtliche und Hauptamtliche der unterschiedlichen Berufsgruppen (ReligionslehrerINNEN, DiakonINNEN, ErzieherINNEN, PastorINNEN …) richtete.

Im Ausschreibungstext heißt es:
Die Bibel ist eine Quelle des Miteinanders und zugleich schärfster Auseinandersetzung von Juden und Christen.
Die hannoversche Landeskirche hat ihre Verfassung ergänzt:
„Gottes Wort verbindet Juden und Christen unauflösbar.“
Was hat das für Auswirkungen
– auf unser Verständnis der Bibel?
– auf unser christlich-jüdisches Miteinander?
– auf unsere Bewertung aktueller Konflikte um Israel?
Der BibelSprengelTag soll im Gedankenaustausch mit VertreterInnen des Judentums Anregungen und Gelegenheiten zum Gespräch und für die eigene Arbeit mit der Bibel in Gemeinden, Kindergärten und Schulen geben.

Am Nachmittag gab es dreizehn Workshop-Angebote wie etwa biblische Motive in Spielfilmen, antijudaistische Motive in Kinderbibeln, jüdische Liturgie an Feiertagen, Christentum und Judentum in Theologie und Kunstgeschichte … (weitere Workshop-Beschreibungen sind hier)

Ich war eingeladen worden, zwei Workshops anzubieten, die zeigen sollten, wie Bibliolog unterschiedliche Zugänge zu heiligen Texten sichtbar machen und so zum gegenseitigen Verständnis beitragen kann.

Im ersten Workshop bot ich eine bibliologische Familienerkungung an: Familienkonflikte im Haus Abrahams, Sarahs und Hagars

Abraham - Hagar - Jischmael - Sarah

Abraham – Hagar – Jischmael – Sarah

Mit einer bibliologischen Familienerkundung gehen wir an einzelnen Lebensstationen und Konflikten entlang und versuchen herauszufinden, was dieses religiöse und kulturelle Erbe für uns heute bedeutet, und wie wir seine Potenziale für ein friedliches Miteinander fruchtbar machen können. lautete mein Ausschreibungstext.

Als die Anfrage vor einigen Monaten kam, konnte ich noch nicht wissen, wie aktuell das zweite Thema – Gastreundschaft – zum Zeitpunkt des Workshops sein würde:

Im Zelt von Abraham und Sarah: Was Torah (Genesis 18), Midrasch, Neues Testament und Koran erzählen.

Mit Bibliolog lernen wir die unterschiedlichen Sichtweisen der verschiedenen Religionen kennen und loten aus, was dieses religiöse und kulturelle Erbe für uns heute bedeutet, und wie wir seine Potenziale für ein friedliches Miteinander fruchtbar machen können

Bei beiden Workshops waren die Teilnehmerinnen (es waren keine Männer gekommen) sehr engagiert dabei und brachten sich beim anschließenden Austausch sehr persönlich ein. Ich war erstaunt, was in dieser einen Stunde möglich war. Dennoch war die einhellige Meinung der Teilnehmenden, daß es – auch für die anderen Workshops – besser gewesen wäre, mindestens 1 1/2 Stunden zur Verfügung zu haben.

Aufbruch: Bibliolog in der Studentengemeinde – dreisprachig

Eigentlich ist ein Bibliolog mit Studierenden nichts besonderes im Sinne einer speziellen Herausforderung. Als Zielgruppe sind sie offen für neue ihnen unbekannte Formen des Umgangs mit der Bibel. Aber dieser Abend war auf eine ganz unerwartete Weise anders. Für das Semesterferienprogramm hatten sich die evangelische und die katholische Studierendengemeinde zusammengetan und miteinander sieben Abende zum Rahmenthema „Aufbruch“ geplant. Ich war eingeladen, einen Bibliolog zum Anfang der Abrahamsgeschichte zu halten: „Lech lecha -Zieh hinaus – geh zu dir – geh für dich!“

Durch eine relativ ausführliche Vorstellungsrunde wurde klar, daß die ausländischen Studierenden aus afrikanischen und asiatischen Ländern in der Mehrzahl waren und die Verteilung der Sprachkenntnisse und Sprachniveaus so war, daß wir uns nicht auf zwei Sprachen einigen können würden.

Glücklicherweise hatten wir einen Computerzugang, sodaß es möglich war, den Text, den ich auf deutsch mitgebracht hatte noch auf englisch und französisch auszudrucken. Und so ließ ich mich auf das Experiment ein, einen Bibliolog dreisprachig anzuleiten und spontan auf vier Rollen zu kürzen, was aufgrund der Übersetzungsarbeit dann doch auf eine Stunde hinauslief. Bis auf eine Person haben sich alle beim Bibliolog und auch beim Nachgespräch beteiligt.

Erstaunt hat mich, daß der skeptische Abraham überwog, der überlegte, ob er wirklich losgeht oder nicht. Mehrere ausländische Studierende äußerten sich in die Richtung, daß doch da irgendwas mit der Familie nicht in Ordnung ist, wenn jemand in diesem Alter noch weggeht. Ich hatte die Rolle einer Nachbarin angeboten, die mit anderen im Gespräch ist über Abram und Sarai, die vor zwei Wochen in ein neues Leben aufgebrochen sind.

Dass jeweils in zwei Sprachen übersetzt wurde, hat nicht gestört. Es wurde auch nicht als zu langsam erlebt sondern eher als Möglichkeit, durch die Unterschiedlichkeit der Sprachen mehr Nuancen wahrzunehmen. Etwa nach einer Viertelstunde des Nachgesprächs kam ich an meine persönliche Grenze: Ich konnte auf einmal nicht mehr übersetzen. Gut, daß ein Student da war, der auch in den drei Sprachen in der Lage war zu übersetzen.

Leider hatte ich die Tur-Sinai-Übersetzung dabei, die ich wegen ihrer Genauigkeit liebe. Besser wäre eine einfachere Übersetzung zugunsten der Verständlichkeit gewesen: Hoffnung für Alle zum Beispiel. Beim Echoing war es wichtig, daß es in einer Sprache erfolgt, die der Person, die sich geäußert hat, versteht. Wenn die Gruppe nicht zu groß ist und sich alle von der Lautstärke her verstehen können, dann muß man nicht unbedingt die Äußerung auch noch in der Ausgangssprache wiederholen, sondern kann gleich auf eine zweite Sprache gehen, muß sich aber durch Blickkontakt rückversichern können, daß man richtig verstanden hat. Deshalb ist es in der Vorstellungsrunde wichtg, im Gedächtnis zu behalten, wer welche Sprache versteht.

Insgesamt war der Abend sehr dicht und tief und die Freude, daß jede/r jeden Beitrag verstehen konnte, überwog obwohl wir „nur“ die ersten acht Verse miteinander erkundet hatten.