Bibliolog auf dem evangelischen Kirchentag im Hamburg

Screenshot: Bibliolog Center

Screenshot: Bibliolog Center

Erstmals wird es auf dem evangelischen Kirchentag ein eigenes Bibliolog-Zentrum geben und zwar in der
Kreuzkirche (Elmsbüttel)
Tresckowstraße 7
20259 Hamburg

Donnerstag 2. Mai

11-13 Uhr: Bei dir ist die Fülle des Lebens – Psalmen
Uta Pohl-Patalong

11-13 Uhr: Ein Schlag ins Gesicht – Die Witwe und der Richter
Maria Elisabeth Aigner und Johanna Raml-Schiller

15-16 Uhr: Wie viel Männer so brauchen?! – David und Gotiath
Jens Uhlendorf

15-16 Uhr: Vom Umgang mit dem Erben – Zelofchads Töcher
Iris Weiss

16.30-17.30 Uhr: Bitte drängeln! Die bittende Witwe
Vera Kolbe

16:30-17:30Uhr: Saure Trauben oder süße Arbeit in Gottes Weinberg?
Carola Holtin

19-22 Uhr: Bibliolog – Playing With White Fire (englisch)
Peter und Susan Pitzele

Freitag 3. Mai

11-13 Uhr: Alles ist möglich! Steh auf! – Heilungsgeschichten
Rainer Brandt und Gerborg Drescher

11-13 Uhr: Die Sprinner im Einsatz – Das Erlassjahr
Susanne Wolf-Witthöft und Michaela Langenheim

15-16 Uhr: Als Mitarbeiter ungeeignet? – Speisung der 5000
Andrea Schwarz

15-16 Uhr: Wohin du gehst, dahin gehe auch ich – Rut
Heidi Kohl und Kilian Stark

16.30-17.30 Uhr: Entschuldigung, aber Ihr Herz brennt! – Emmaus
Anja Neu-Illg

16.30-17.30: Leben unter Fremdherrschaft – Israel in Ägypten
Monika Karpa

Samstag 4. Mai

10-13 Uhr: Die Liebe seines Lebens – David und Batseba
Frank Muchlinsky und Michael Ellendorff

11-13 Uhr: Gefüllt reicht’s zum Leben – Elisa und die Witwe
Friederike Eriksen-Wendt und Marianne Bauer

15-16 Uhr: Mit weiblicher List zum Erfolg – Tamar
Edeltraud Kohlmann-Lier

15-16 Uhr: Ich habe genug – Die Versöhnung von Jakob und Esau
Katja Korf

16.30-17.30 Uhr: Bin ich’s wert? – Der Hauptmann von Kapernaum
Elke Meinhardt

16.30-17.30 Uhr: Mehr als alles – Die Speisung der 5000
Dagmar Wegener

19-21 Uhr: More Bibliolog With The Pitzeles (englisch)
Peter und Susan Pitzele

Es wird auch Bibliologe auf der Straße geben. Die Internetseite vom Bibliolog-Center ist hier. In anderen Bereichen des Kirchentages werden keine Bibliologe angeboten außer im Zentrum Bibliodrama. Dort werde ich am Samstag von 15.00 bis 18.00 h einen jüdisch-christlichen Bibliolog zum Tagestext anleiten. Am Freitag von 15.00 – 18.00 h wird ein christlich-jüdisches Bibliodrama von Ewa Alfred und Gabriele Zander angeboten. Das Zentrum Bibliodrama befindet sich im Rauhen Haus, Beim Rauhen Haus 21. Wegen des großen Andrangs werden beim Zentrum Bibliodrama Teilnehmerkarten in der Stunde vor Workshopbeginn ausgegeben.

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5jähriges Jubiläum der Bibliolog-Regionalgruppe Berlin

Figuren GruppeHeute fand das 25. Treffen der Berliner Regionalgruppe statt, die sich seit April 2008 trifft, erst vier Mal im Jahr, inzwischen sechs Mal. Vorher habe ich die Regionalgruppe in Hamburg besucht. Dort war ich die einzige Jüdin unter evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrern. Einmal war noch eine Diakonisse da.

Die Berliner Regionalgruppe ist von großer Vielfalt geprägt – sowohl von den Berufen als auch von den vertretenen Arbeitsfeldern (Gemeindearbeit, Krankenhausseelsorge, Frauenarbeit, Schule, Fortbildung, Diakonie, Heilpädagogik, Medizin und Gesundheitswesen) und Religionsgemeinschaften: evangelisch, freikirchlich (drei Freikirchen), katholisch und jüdisch. Die größte Gruppe sind PfarrerINNEN der evangelischen Landeskirche (25). Ansonsten sind noch folgende Berufsgruppen vertreten: Diakoninnen, Religionslehrerinnen, Pädagogen, Pflegekräfte, Heilpädagoginnen, Arzt, Sozialarbeiterin, Journalist, Religionswissenschaftler und Ethnologin.

Die meisten Teilnehmenden kommen aus Berlin, einige aus Brandenburg, aber auch Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen sind vertreten.

Die ersten Treffen waren geprägt vom Austausch über Bibliolog-Erfahrungen und Fragen im Zusammenhang mit der praktischen Umsetzung und wie die jeweiligen Rahmenbedingungen sich auf den Auslegungs- und Gruppenprozeß auswirken. Inzwischen stehen Bibliologe im Mittelpunkt der Treffen. Da wir uns 2 ½ bis 3 Stunden treffen, haben wir ausgiebig Zeit, uns über das unterschiedliche Aspekte in der Form von kollegialer Beratung auszutauschen und auch weiterführende Fragen zu besprechen. So entstand dann auch der Wunsch, sich einen Fortbildungstag zum Thema „Narrative entwickeln“ zu organisieren.

Wer Bibliolog anleiten gelernt hat, in und um Berlin lebt, noch keinen Kontakt mit der Regionalgruppe hat und gern teilnehmen würde, kann über dieses Weblog Kontakt aufnehmen. Wir treffen uns an unterschiedlichen Orten in Berlin, sodaß jede/r mal einen kürzeren und mal einen längeren Anfahrtsweg hat.

Zum Weiterlesen:
Was passiert in einer Bibliolog-Regionalgruppe?
In der Regionalgruppe: Bibliolog und Kasualien

Bibliolog-Termine April 2013 in Berlin und Potsdam

Evas Arche Logo In diesem Jahr bietet das ökumenische Frauenzentrum Evas Arche in Berlin-Mitte eine Reihe mit dem Thema „Heilungserzählungen der Bibel – Annäherungen mit verschiedenen Methoden“ an. Die Abende finden alle zwei Monate montags statt. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Zugänge zum Erschließen biblischer Texte (Bibliolog, Bibliodrama, feministisch-befreiungstheologische Impulse, sozialgeschichtliche Auslegung…).

Am Montag, den 22. April um 19.00 h werde ich die Geschichte von Elischa, der Witwe und dem Öl (2 Könige 4) mit einem Bibliolog und Midrasch erschließen. Neben der (Heilungs-)Geschichte an sich wird ein wichtiger Aspekt sein, wie der Midrasch die Wahrnehmung der Geschichte prägt.

Ort: Ökumensches Frauenzentrum Evas Arche, Große Hamburger Straße 28,
10115 Berlin (neben der jüdischen Oberschule)
(S-Bahn Hackescher Markt, Oranienburger Straße; U 8 Weinmeisterstraße, U 6 Oranienburger Tor)

Zum Weiterlesen: schwarzes Feuer – weißes Feuer

Logo Spielmarkt Potsdam

Logo Spielmarkt Potsdam

Am 26. und 27. April von 10.00 – 18.00 Uhr findet in Potsdam auf der Insel Hermannswerder der 23. internationale Spielmarkt Potsdam unter dem Thema „Phantasie – Schlüssel zur Welt“ statt. Dort werde ich eine Bibliolog-Form vorstellen, die ich speziell für Jugendliche entwickelt habe und zwar am

Samstag 27. April um 12.00 Uhr: Kino im Kopf – Jesus haut ab (Luk 2) – etwas konventioneller unter dem Titel „der 12jährige Jesus im Tempel“ bekannt. Der Spielmarkt findet auf dem Gelände der Hoffbauer Stiftung statt.
Hoffbauer Stiftung, Hermannswerder 7
14473 Potsdam
(S-Bahn Potsdam Hauptbahnhof, Buslinie 693 bis Küsselstrasse, dann die Allee hinuntergehen Richtung Kirche)
Mehr zum Spielmarkt in Potsdam findet man hier

Emmaus – Postings

Kirchenfenster zu Emmaus von Evelyn Körber im St. Anna Hospital in Wanne Eickel

Kirchenfenster zu Emmaus von Evelyn Körber im St. Anna Hospital in Wanne Eickel

(Copyright: Nepomuk von hier)

Aufgrund der häufigen Suchanfragen nach Bibliologen zu Emmaus ist das einen eigenen Blogeintrag wert. Hier also alle Postings, in denen „Emmaus“ eine Rolle spielt

Unterwegs nach Emmaus – ein interreligiöser Dialog (Teil 1) ist hier zu finden. Ich benenne einige Vorüberlegungen bei der Vorbereitung einer interreligiösen Bibliolog-Werkstatt zu diesen Text. Weiterführende Überlegungen, sprachlich interessante Details zu dieser Geschichte und einige Rückmeldungen von Teilnehmenden sind im Posting Unterwegs nach Emmaus – ein interreligiöser Dialog (Teil 2) hier nachzulesen.

Weil „Emmaus“ (in Kombination mit Jünger – Gang nach – Emmausgeschichte) ein beliebter Suchbegriff ist, taucht Emmaus auch in einigen Wortwolken auf. Das sieht dann so oder so oder so oder im März 2013 so aus.

Mein Blog-Experiment „Bibliolog zu Emmaus„, in dem ich den Leserinnen und Lesern das Angebot mache, deren Bibliologe offline zu kommentieren, ist hier zu finden.

Auch in der Liste über „beliebteste Texte für Bibliolog-Anfänger“ findet sich die Emmausgeschichte, wobei ich finde, daß sie für Anfänger nicht ganz einfach – also schon gehobenes Niveau ist, weil wegen der Textlänge einiges erzählt werden muss. Das tut der Beliebtheit aber keinen Abbruch. Ich habe in jedem Grundkurs, der in der Passionszeit statfindet, mindestens eine Person, die einen Bibliolog zu dieser Geschichte entwickelt, wobei ein Kurs, in dem drei Bibliologe zu Emmaus stattfanden, mir deswegen besonders in Erinnerung geblieben ist.

Die Terminankündigungen zur interreligiösen Bibliologwerkstatt liste ich hier nicht auf.

Eine Suchanfrage in den letzten Tagen fand ich noch interessant: Bibliolog – Emmaus – mit Grundschulkindern. Davon würde ich eher abraten. Wer nach „Grundschulkindern“ fragt, denkt meist an Religionsunterricht oder einen Schulgottesdienst. Bei der Emmausgeschichte spielt das Thema „Begegnung“ und das Thema „Trauer“ eine zentrale Rolle. Beim Bibliolog werden immer auch biografische Erfahrungen der Teilnehmenden wachgerufen. Bei einer Religionsstunde, in der die Möglickeit zum Nachgespräch nur sehr eingeschränkt gegeben ist und in einem Schulgottesdienst, in dem überhaupt keine Möglichkeit zum Nachgespräch zur Verfügung steht, finde ich es theologisch, religionspädagogisch und seelsorgerlich nicht zu verantworten, wenn ein so massives Thema auf dieser persönlichen Ebene angesprochen wird. Wir wissen nicht, welche Kinder mit welchen Verlusten von nahen Menschen im Unterricht bzw. im Gottesdienst sitzen.

Vor vielen Jahren habe ich ein Grundschulkind erlebt, dessen Vater vor drei Jahren verstorben war und das im Bereich Sachkunde einen Übertrittstest für das Gymnasium zu einer Geschichte „Elefantenjagd in Sumatra“ absolvieren sollte. Die Geschichte war aus der Perspektive eines kleinen Elefanten erzählt, der bei einer solchen Elefantenjagd erlebt, wie seine Mutter getötet wird. Diese Geschichte brachte die eigene Trauer des Kindes so intensiv hervor, daß es bei diesem Test – obwohl es sonst in Sachkunde und Deutsch gut war -, die Fragen nicht beantworten konnte.

Einige Übersetzungen der Emmaus-Geschichte: Volxbibel, NGÜ (Neue Genfer Übersetzung), Hoffnung für alle,Gute Nachricht, Basisbibel (mit Worterklärungen im Text

Eine Aktualisierung der Emmausgeschichte findet man im Lectio-Brevior-Blog.

Eine sehr eindrücklich Emmaus-Darstellung fand ich in einem Glasmalereizyklus von Evelyn Körber und zwar hier im Rahmen eines modernen Kreuzweges.

Im März 2015 habe ich im Rahmen von Exerzitien auf der Straße einen Bibliolog zur Emmaus-Geschichte durchgeführt. Mehr dazu hier

Zum Weiterlesen:
Warum es im Internet keine Vorlagen oder Entwürfe für Bibliologe gibt

Wortwolke im März 2013

Wortwolke März 2014

Wortwolke März 2014

… und was sonst noch so gefragt wurde und nicht im Weblog steht:

Bibliolog schreiben
Ja, das gehört zur Endphase der Vorarbeit

Christentum und Buddhismus im Vergleich mit Bibliolog
Ja, mit Geschichten, bei denen es Parallelen oder einen Vergleichspunkt gibt wie „der verlorene Sohn“; auch einzelne Sätze Passagen aus der Bergpredigt und die Lehrrede des Buddha über die liebende Güte wären denkbar, aber dann als nicht-narrative Variante

Moses Bibliolog Führung
Warum nicht? Im Rahmen einer Ausstellung, in der Bilder zur Bibel mit Mosesdarstellungen gezeigt werden kann ich mir das gut vorstellen.

Texte zu Emmaus
Im Neuen Testament gibt es nur einen am Ende des Lukasevangelims (Lk 24,13 ff)

Jüdische Hochzeit mit E.gli-Figuren
Wenn man weiß, was das Spezielle an einer jüdischen Hochzeit ist, dann geht auch das mit biblischen Erzählfiguren

Fremdwahrnehmung in Kochbüchern
Das wäre eine neue Variante Kochbuch

Bibliolog Judas
Ganz schwieriges Terrain – will sehr gründlich durchdacht sein, weil Judas oft mit „Juden“ gleichgesetzt wird und von daher leicht antijudaistische Stereotypen befördert – und die Selbsttötung ist als „text of terror“ nicht zu empfehlen. Das Geschehen des Verrats geht gut als Bibliolog

Kelten Lagerfeuer
Sicher, aber nicht in diesem Blog

Israeliten essen das Osterlamm Marc Ch.agall
Eher nicht: Israeliten aßen das Pessachlamm, Christen essen (u.a.) das Osterlamm

Emmausgeschichte in moderner Sprache
Vielleicht in einer neueren Bibelübersetzung mit moderner Sprache? Volxbibel, NGÜ (Neue Genfer Übersetzung), Hoffnung für alle,Gute Nachricht, Basisbibel (mit Worterklärungen im Text