Besuch vom Deutschlandradio Kultur

Signet Deutschlandradio Vorgestern hatten wir bei der interreligiösen Bibliolog-Werkstatt Besuch von Deutschlandradio Kultur. Thomas Klatt, der vor einiger Zeit eine sehr informative Sendung über Bibliodrama gemacht hat, war gekommen.

Ich war sehr gespannt, wie sich das Mikrofon und die Aufnahmetechnik auf den Prozeß des bibliologischen Arbeitens auswirken würde. Die Technik wurde so diskret gehandhabt, daß sie für mich während des Bibliologs in den Hintergrund trat. Das Nachgespräch wurde nicht aufgenommen, denn dort werden oft sehr persönliche Gedanken und Einsichten formuliert und miteinander geteilt. Zum Abschluß gab es kurze Statements von Teilnehmenden, warum sie an der interreligiösen Bibliolog-Werkstatt teilnehmen und was das Besondere für sie daran ist.

Der Text für unser gemeinsames Arbeiten war das erste Kapitel aus dem Buch Ruth, der sich an diesem Abend in dieser Gruppe als Text über den Prozeß des Trauerns der drei Frauen und wie unterschiedlich sie mit dieser Trauer umgehen, entfaltete.

Die Erstausstrahlung ist für Freitag 14. Juni um 18.07 im Rahmen der Sendung „jüdisches Leben“ geplant, kann aber aus aktuellen Gründen verschoben werden.

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Interreligiöse Bibliolog-Werkstatt im Mai und Juni 2013

Wortwolke Ruth 1 (Elberfelder Übersetzung)

Wortwolke Ruth 1 (Elberfelder Übersetzung)

Im Mai feiern dieses Jahr Juden Schawuot (50 Tage nach Pessach) und Christen Pfingsten
(50 Tage nach Ostern).

An Schawuot hat das jüdische Volk die Torah am Sinai erhalten. In den Synagogen wird an Schawuot das Buch Ruth gelesen. Die Moabiterin Ruth folgt ihrer Schwiegermutter Noemi nach Bethlehem und beginnt ein neues Leben

Ruth
– die Geschichte eines Aufbruchs und Neubeginns
– eine Geschichte von Loslassen und Trauer
– Die Geschichte einer Frauenfreundschaft
– eine Liebesgeschichte
– die Geschichte einer Hinwendung zum jüdischen Volk und zur jüdischen
Religion
– … und für Sie / Dich?

Vor drei Jahren haben wir die Geschichte von Ruth an vier Abenden als Migrationsgeschichte und unter psychoanalytischen Aspekten als Traumtext bibliologisch betrachtet. In diesem Jahr wollen wir andere Facetten lebendig werden lassen.

Wann: Mi 22. Mai um 19.30 h
Wo: Sprengelhaus, Sprengelstrasse 15, 13353 Berlin (Wedding)
U 9 Amrumer Strasse / U 6 Leopoldplatz

Bibliolog im Bibelgarten zu 2 Mose 2

Bibliolog im Bibelgarten zu 2 Mose 2

Schon 10 Tage später findet die interreligiöse Bibliologwerkstatt im Juni statt. Wir sind wieder im Labyrinth-des-Lebens-Bibelgarten bei Birgit Vogt in Mühlenbeck-Mönchmühle und zwar am

Sa 1. Juni von 11.30 h – ca 16.00 h

Das Jahresthema vom Labyrinth des Lebens ist WEGE. Wir greifen das auf unter dem Aspekt „Wege entstehen indem wir sie gehen“ und verbinden Bibliolog mit kleinen Formen des Bibliodramas.

Jede/r möge etwas Vegetarisches für das gemeinsame Mittagessen mitbringen.
Kostenbeitrag nach Selbsteinschätzung

Anmeldung bitte bis 28. Mai unter: bibliologberlin@googlemail.com

Anfahrt: S 8 von Bornholmer Straße bis Mühlenbeck-Mönchmühle 10.45, Ankunft um 11.01; dann beim Ausgang rechts die Kastanienallee ca 3 Minuten heruntergehen.

Zum Weiterlesen:
Mehr zum Labyrinth des Lebens steht hier

:

Literaturhinweis: Bibliolog und Demenz

Titelbild Wege zum Menschen

Titelbild Wege zum Menschen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Wege zum Menschen“ (März /April 2013, Heft 2, 65. Jg) schreibt Lena Katharina Roy in ihrem Beitrag „Beziehungsweisen.Perspektiven für die Seelsorge im Kontext von Demenz“ über Bibliolog:

„Der Zugang des Bibliologs bietet als Methode und Haltung eine Möglickeit das christlich-relationale Menschenbild im Kontext von Demenz zu würdigen und theologisch umzusetzen. Zugleich bietet der Bibliolog eine Form der Bibelauslegung, die nicht ausschließlich an kognitive Verstan-desleistungen gebunden ist“. (Seite 169). Einen weiterführenden und ausführlichen Beitrag von Sabrina Heinsdorf zum bibliologischen Arbeiten mit dieser Zielgruppe ist im Buch „Bibliolog. Impulse für Gottesdienst, Gemeinde und Schule. Band 1“ von Uta Pohl-Patalong zu finden.

Bibelarbeit als Bibliolog beim Kirchentag in der Messehalle

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Zwar gibt es Erfahrungen mit Bibliolog mit großen Teilnehmendenzahlen in Kirchenräumen, aber wäre es möglich, bibliologisch in einer Messehalle zu arbeiten – und wenn ja, soll das Wiedergeben der Teilnehmerantworten im Echoing durch die Bibliologleitung oder durch mehrere im Raum positionierte Bibliologen stattfinden? Diese Frage kam erstmals beim Bibliolog-Trainer- und Trainerinnentreffen nach dem letzten Kirchentag auf.

Beim Kirchentag in Hamburg war es soweit: Im Rahmen der feministischen Basisfakultät fand ein Bibliolog als Bibelarbeit in einer Messehalle statt. Achthundert Interessierte waren gekommen. Ein Glücksfall war die Jugendkantorei aus Braunschweig, die für den musikalischen Rahmen verantwortlich war. Das Einsingen wurde von Bewegungsabläufen begleitet, die an Morgengymnastik erinnerten. Der engagierte Chorleiter bezog gleich die auf den Kirchentagspapphockern sitzenden Teilnehmenden ein, was die Atmosphäre auflockerte und öffnete.

Prof. Dr. Uta Pohl-Patalong hielt dann den Bibliolog zur Speisung der Fünftausend (Joh 6). Für die Antworten zu den unterschiedlichen Fragen positionierte sie sich an unterschiedlichen Stellen in der Messehalle. Einziger Wermutstropfen: Die Qualität der Technik hätte besser sein können – ohne Rauschen und Knacken. Man darf gespannt sein auf die nächsten Kirchentage.